Komfort trifft Sport.
Maseratis Quattroporte bekommt starke Konkurenz aus Zuffenhausen. In Shanghai wurde der neue Porsche Panamera der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Panamera ist ein typischer Viersitzer mit den Genen eines 911er. Zu Beginn der Markeinfürhung bringt Porsche 3 Modelle ins Rennen. Den Panamera S, Panamera 4S mit Allrad und den Panamera Turbo (ebenfalls mit Allradantrieb). Das Einstiegsmodell gibt es bereits ab 94.575,00 Euro. Die Front erinnert an aktuelle Porsche-Modelle. Die Sportlimousine ist mit LED Tagfahrlicht ausgestattet und 2 Doppelendrohren am Heck. Das neuste Mitglied der Porsche-Reihe kommt wie ein langezogener 911er daher. Typische Erkennungsmerkale sind u.a. die Doppellamellen in den seitlichen Lufteinlässen des Bugs.
Die Automobilindustrie steckt im Wandel der Zeit. Man versucht mit Ach und Krach jede Zielgruppe anzusprechen. Immer mehr Modelle werden auf den Markt geworfen. Man kann bei den meisten Konfiguratoren zwischen einer Vielzahl aus Addons auswählen. Doch so Individuell wie das VW, Audi und Co. anbieten ist das nicht. Individuallität macht den Menschen aus. Dass die auf des Deutschen liebstes Stück übergesprungen ist, konnte man spätestens nach dem Tuning Boom aus den USA feststellen. Sieht man sich die Filme von The Fast and the Furious an und vergleicht die Autos mit den Originalen, so kann man nur noch bei genauem Hinsehen erahnen welches Fabrikat als Grundlage gedient hat.
Der neue Premium Roadstar aus Zuffenhausen wurde kräftig überarbeitet. Im ersten Moment ähnelt er dem Vorgänger stark. Schaut man genauer hin fällt einem die neue Frontpartie auf. Die neuen Scheinwerfer ähneln dem Porsche GT. Auch die Heckscheinwerfer kommen vom GT. Die beiden mittig sitzenden Endrohre wurden vom Vorgänger übernommen. Selbstverständlich hat der Wagen auch mehr Kraft. So stecken nun 310 Pferderstärken unter der Haube. Per Knopfdruck fängt der Boxter das schreien an, denn optional gibt es ein Soundpaket, nicht etwa für die Lautsprecher, sondern für den Auspuff. Auch das Fahrwerk wurde überarbeitet, so kann man zwischen 2 Modis wählen. Der Standardmodus und der Super Sport Modus. Im letzteren Modus spricht das Gas viel direkter an und man bekommt wahrliches Rennstreckenfeeling. Der Einstiegspreis liegt bei 58.726 Euro – darin ist jedoch nicht mal eine Klimaautomatik enthalten. Porschetypisch kann man den Boxter so individuell updaten wie es nur geht. Immerhin gibt es 180 Zusatzprodukte.
Da im Dezember die Hauptuntersuchung bei meinem TT anstand musste ein Leihwagen her. Zu meiner Verwunderung bekam ich den neuen VW Golf 6. Der Wagen wurden mit allem ausgestattet was die Liste hergab. Neben einem großen Navi mit Einparkhilfe, DSG 6-Gang Getriebe wurden auch 18″ Sportfelgen verbaut. Von außen ähnelt der neue Golf dem neuen Scirocco. Im Innenraum glänzt die neue Generation mit edler Ausstattung. Getreu dem Motto Wertigkeit neu erleben – gibt es Ledersitze mit feinen Nähten, ein komplett überarbeitetes Kombiinstrument in edler Optik. Endlich wurden auch die LED-Farben überarbeitet – so erstrahlt das Tacho nun in weiß mit rotem Zeiger. An Übersicht hat auch die 6. Ausgabe des Golfs nicht verloren. Der 1.6l FSI Motor wirkte spritzig. Immerhin 160 Pferdestärken hatte der Wagen. Die 4 Tage war ich sehr sparsam unterwegs. Mit einem Druchschnittsverbrauch von Sage und Schreibe 6l/100km war ich positiv überrascht. Ob der Volkswagen noch die breite Masse ansprachen soll – sei dahingestellt. Immerhin sollte der Vorführwagen rund 28.800 Euro kosten. Gut mit Vollausstattung mag das gerechtfertigt sein.
Einen halben Tag lang durfte ich den Audi R8 fahren. Der Sportwagen war vollausgestattet, bekleidet in Phantomschwarz und 19″ Designfelgen. Der Preis lag bei rund 128.000 Euro – im Vergleich zu anderen Sportwagen in dieser Klasse gutes Mittelmaß. Tagfahrlicht, ein seuqenzielles Schaltgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad so wie eine Rückfahrkamera gehörten mit zur Sonderausstattung. Eine Klimaanlage, Sportsitze, permanenter Allradantrieb und ein 4.2l V8 Motor gehören zur Grundausstattung. Innerhalb 4.6 sek druchbricht man die 100km Marke. Der Durschnittsverbrauch lag bei meinem Test bei rund 15l – obwohl ich nicht zimperlich mit dem Wagen umgegangen bin und mit Bleifuß Überland und Autobahnen abgegraßt habe. Auch ein Nicht-Rennsporterfahrener kann mit demR8 gut umgehen, denn die vielen elektronischen Hilfsmittel sind so abgestimmt, dass man nicht gleich einen Abflug ins Kiesbett macht.

